Verluste und Todesfälle
👉 Vor allem dann wichtig, wenn darüber nicht gesprochen wurde oder die Trauer keinen Raum hatte.
– Früher Tod von Eltern, Geschwistern, Partnern
– Totgeburten, Fehlgeburten, abgetriebene Kinder
– Kriegs- oder Unfalltode
– Suizide
Ausgeschlossene oder vergessene Personen
👉 In der Aufstellungsarbeit gilt: Was ausgeschlossen wird, wirkt trotzdem weiter.
– Familienmitglieder, die „nicht dazugehören durften“ (z. B. uneheliche Kinder, frühere Partner, Täter, Straftäter)
– Menschen, über die geschwiegen wird oder die tabuisiert sind
Schwere Schicksale und Traumata
👉 Unverarbeitete Traumata können sich generationenübergreifend zeigen (z. B. in Angst, Bindungsproblemen, Schuldgefühlen).
– Kriegserfahrungen
– Flucht, Vertreibung, Migration
– Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung
– Gefangenschaft, Verfolgung, Enteignung
Trennungen und Beziehungsbrüche
👉 Besonders relevant, wenn Loyalitätskonflikte entstanden sind („Ich darf Mama nicht lieben, sonst verrate ich Papa“).
– Scheidungen, plötzliche Trennungen
– Abgebrochene Kontakte zwischen Eltern und Kindern
– Heimunterbringung, Adoption, Pflegefamilien
Wiederholungsmuster
👉 In Aufstellungen schaut man: Wessen Geschichte wird hier weitergelebt?
– Wiederholte Schicksale (z. B. mehrere frühe Todesfälle, Scheidungen, Depressionen)
– Gleiche Lebensalter bei Krisen
– Ähnliche Partner- oder Berufsentscheidungen
Geheimnisse und Tabus
👉 Geheimnisse binden oft viel Energie im System und zeigen sich später als diffuse Belastung.
– Verheimlichte Herkunft
– Unklare Vaterschaften
– Uneheliche Kinder
– Straftaten, Abhängigkeiten, psychische Erkrankungen
Große Schuld- oder Opferdynamiken
👉 Nachfolgende Generationen übernehmen manchmal unbewusst Schuld, Sühne oder Verantwortung.
– Täter-Opfer-Verstrickungen (z. B. Krieg, Gewalt in Familien)
– Schuldgefühle, die nie ausgesprochen wurden
– Menschen, die „für andere gelitten“ haben
Rollenverschiebungen
👉 Solche Dynamiken prägen Selbstbild und Beziehungen stark.
– Kinder mussten früh Verantwortung übernehmen („Parentifizierung“)
– Ein Kind ersetzt emotional einen Partner
– Ein Geschwister übernimmt die Rolle eines Verstorbenen
Nicht gelebte Zugehörigkeit
👉 Auch das „Nicht-dazugehören-Dürfen“ wirkt systemisch stark.
– Menschen, die ihre Herkunft verleugnen mussten
– Kultur-, Religions- oder Sprachverlust durch Anpassungsdruck
– Brüche durch Migration oder politische Systeme
Wendepunkte im Familiensystem
👉 Diese Ereignisse verändern oft Loyalitäten und Selbstwert im System.
– Große Erfolge oder Abstürze (Reichtum → Armut, Armut → Reichtum)
– Firmenzusammenbrüche, Enteignungen
– Plötzlicher sozialer Auf- oder Abstieg

